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Umsatzsteuervergütung

1. EU-Unternehmen: Welche Unterlagen sind für eine Umsatzsteuervergütung bei EU-Unternehmen erforderlich?


a) Kopien der Rechnungen, die Originalrechnungen müssen vorliegen, da sie je nach Land und Einzelfall erforderlich vom Finanzamt angefragt werden können
b) Unternehmernachweis Ihres Betriebsstättenfinanzamtes
c) Vollmacht (von uns bereitgestellt)
d) Auftragsschreiben (von uns bereitgestellt)

2. Drittlands-Unternehmen: Welche Unterlagen sind für eine Umsatzsteuer-Vergütung bei Nicht-EU-Unternehmen erforderlich?


a) Originalrechnungen
b) Vollmacht (von uns bereitgestellt)
c) Auftragsschreiben (von uns bereitgestellt)

3. Welche Umsätze im Ausland schließen eine Umsatzsteuervergütung nicht aus?


Im Grundsatz ist eine Umsatzsteuervergütung ausgeschlossen, wenn im Ausland im Vergütungszeitraum steuerbare Umsätze realisiert werden. Folgende Umsätze schließen eine Vergütung in den meisten Ländern jedoch nicht aus:

a) Auf Importe oder Exporte bezogene Dienstleistungen
b) Bestimmte Transportleistungen
c) Dienstleistungen, für die die USt. durch den Leistungsempfänger geschuldet wird
d) Bei bestimmten innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften
e) Lieferungen und Dienstleistungen in Zusammenhang mit einem Zollfreilager

4. Wann können Umsatzsteuer-Vergütungsanträge gestellt werden und welche Fristen sind hinsichtlich der Vergütung zu beachten?


Grundsätzlich muss der Zeitraum für Anträge auf Rückerstattung der Umsatzsteuer mindestens ein Quartal in einem Kalenderjahr umfassen und darf höchstens ein Kalenderjahr betragen. In der EU gelten hier folgende Mindestbeträge:

EU-Unternehmen
Quartalsantrag: 400 EUR
Jahresantrag:     50  EUR
Fristen: Bis 30. September für Anträge das vorangegangene Kalenderjahr betreffend
   
Drittlands-Unternehmen
Quartalsantrag: 200 EUR
Jahresantrag:     25  EUR
Fristen: Bis 30. Juni für Anträge das vorangegangene Kalenderjahr betreffend

5. Wie lange dauert das Vergütungsverfahren und wie erfolgt die Auszahlung?


In den meisten EU-Ländern erfolgt eine Vergütung innerhalb von 3 bis  6 Monaten. In einigen Staaten (insbesondere Luxemburg und Italien) kann diese aber auch bis zu 2 Jahre in Anspruch nehmen. Die Auszahlung erfolgt in der Regel über uns unter Einbehalt des vereinbarten Honorars.

Fiskalvertretung

1. Worin unterscheiden sich Fiskalvertretung und Fiskalmandat (Fiskalbeauftragter)?


Seit dem 1.1.2002 ist es den EU-Staaten untersagt, Unternehmen aus anderen EU-Ländern zwecks umsatzsteuerlicher Registrierung zu verpflichten, einen dort ansässigen Fiskalvertreter zu benennen. Seitdem spricht man bei EU-Unternehmen von einem Fiskalmandat oder einem Fiskalbeauftragten, wenn diese freiwillig einen solchen beauftragen. Einige EU-Länder sehen für Drittlands-Unternehmen jedoch weiterhin eine Pflicht zur Ernennung eines Fiskalvertreters vor, der vollumfänglich für das Auslandsunternehmen gegenüber den Finanzbehörden haftet.

2. EU-Unternehmen: Welche Unterlagen sind für die Einrichtung eines Fiskalmandats für EU-Unternehmen erforderlich?


a) Unternehmernachweis Ihres Betriebsstättenfinanzamtes
b) Vollmacht (von uns bereitgestellt)
c) Auftragsschreiben (von uns bereitgestellt)
d) Kopie des Handelsregisterauszugs
e) Übersetzung des Gesellschaftsvertrags
f)  Je nach Land ein ausgefüllter Fragebogen

3. Drittlands-Unternehmen: Welche Unterlagen sind für die Einrichtung einer Fiskalvertretung für Nicht-EU-Unternehmen erforderlich?


a) Vollmacht (von uns bereitgestellt)
b) Auftragsschreiben (von uns bereitgestellt)
c) Freistellungsbescheid (von uns bereitgestellt)
d) Je nach Land gegebenenfalls eine Übersetzung des Handelsregisterauszugs  bzw. Gesellschaftervertrags
e) Je nach Land ein ausgefüllter Fragebogen

4. Gibt es Fristen für die Einrichtung einer Fiskalvertretung/eines Fiskalmandats?


In einigen Ländern ist es unumgänglich, sich vor dem ersten Auslandsumsatz dort umsatzsteuerlich registrieren zu lassen. Zur Vermeidung von zum Teil erheblichen Problemen, sollte stets eine frühzeitige Registrierung erfolgen.

5. Ist eine nachträgliche umsatzsteuerliche Registrierung möglich? (z.B. bei schon abgeschlossenen Geschäften im Ausland)


Nur wenige Länder sehen explizit eine Registrierung mit rückwirkendem Beginn der Tätigkeit im Ausland vor, um schon abgeschlossene Geschäfte nacherklären zu können.

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